Newsletter (Handschriftlich aus Wikipedia)(Bild: Handschriftlich aus Wikipedia)

Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass die E-Mail stark an Bedeutung verlieren würde. Es gibt für unterschiedliche Bereiche effizientere Alternativen:

  • Chatsysteme wie XMPP oder Matrix für den Austausch von Kurznachrichten
  • Kanboards oder Webbasierte Messaging-Systeme wie Rocket-Chat für die Arbeit in Teams
  • Soziale Netzwerke wie Mastodon oder Friendica zur Vernetzung mit Freunden
  • Online-Systeme für die Bereitstellung von Rechnungen und Verträgen

Aber die E-Mail ist auch nach Jahrzehnten ihrer Nutzung eines der wichtigsten Kommunikationsmittel. In einem Bereich erfährt sie wieder Erwarten zunehmende Aufmerksamkeit: Als Newsletter!

Und das ist kein Wunder wie ich bei Sara Weber und Tarik Tesfu auf der re:publika 18 nachvollziehen konnte. Ein Newsletter trägt einen persönlichen Charakter. Sie werden in der Regel nur von wirklich Interessierten am Thema bezogen.

Nach meiner Ansicht gewinnt er auch auf dem Hintergrund der Facebook-Skandale und dem Facebook-Exodus zahlreicher User neue Bedeutung. Die Empfänger müssen sich nicht in einem bestimmten Netzwerk anmelden und sie haben unter Umständen auch die Möglichkeit eine Antwort-Mail zu senden ohne dass ihre Meinung sofort z.B. von der Twitter-Community gerichtet wird.

Und wie ist das mit den Daten?

Die Frage muss man differenziert beantworten. Die mir bekannten Newsletter-Mailer versenden nur unverschlüsselt. Das ist ca. 20 Jahre nachdem es eine gute E-Mailverschlüsselung gibt eigentlich unbegreiflich (siehe Weiterführende Informationen).

Manche Newsletter-Dienstleister bieten umfangreiches Tracking an. Auch das ist problematisch und oft werden wohl die Empfänger nicht darüber informiert, welche Aktionen beim Lesen eines Newsletters aufgezeichnet, analysiert und möglicherweise weitergegeben oder verkauft werden.

Als Privatperson ist die Wahl des E-Mail-Providers heute längst keine Privatsache mehr. Denn, benutzt man einen Mailanbieter, der E-Mails z.B. für Werbezwecke scannt, dann wird damit auch die Privatsphäre der Empfänger verletzt. Also auch als einfacher Nutzer von E-Mail muss man sich über die Bedingungen des E-Mail-Dienstleisters informieren.

Newsletter “Schritt für Schritt”

Ich starte ein Experiment und gebe einen persönlichen Newsletter heraus. Leider kann ich ihn noch nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt versenden. Aber ich versende ihn als Plain-Text, also ohne die Möglichkeit z.B. Tracking-Pixel zu verstecken. Und ich erhebe keine Daten zum Verkauf. Es wird lediglich registriert, ob und wieviel mal ein Link im Newsletter angeklickt wurde, aber z.B. nicht von welchem Empfänger. Anmelden kann man sich in meinem Z-Lab hier:

Anmeldung zum Newsletter “Schritt für Schritt”

Weiterführende Informationen

re.bublica 18: Die neue Stärke von Newslettern und Podcasts

E-Mail-Verschlüsselung

Mail-Serviceanbieter: Posteo
Mail-Serviceanbieter: Mailbox.org